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27. Februar 2025 | 23:13 Uhr
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CCC-Gruppe für Intensivpflege meldet Insolvenz an

Die Unternehmensgruppe Care Concepts Company (CCC) für Intensivpflege hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 505 Mitarbeiter. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg den Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus bestellt. Die Löhne sind über das Insolvenzgeld gesichert, der Betrieb läuft weiter. Ursachen der Krise sind ausbleibende Zahlungen, hohe Personalkosten und schwierige Verhandlungen mit den Kostenträgern. Nun werden Sanierungsoptionen geprüft.

Insolvenz Quadrat Foto iStock Ralf Geithe

Mit CCC hat ein größerer Player für Intensivpflege Insolvenz angemeldet

CCC ist auf die ambulante und stationäre Intensivpflege spezialisiert. Die Unternehmensgruppe umfasst die CCC Care Concepts Company GmbH mit ihren Tochtergesellschaften CCC West, CCC Süd und CCC Mitte. An verschiedenen Standorten in Deutschland versorgt das Unternehmen rund 140 Patienten mit komplexem Pflegebedarf in stationären Einrichtungen, Pflegewohngemeinschaften und zu Hause.

Die wirtschaftliche Krise ist nach Unternehmensangaben auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Ein wesentlicher Grund sei das Ausbleiben von Großzahlungen. Hinzu kämen steigende Personalkosten sowie verschärfte gesetzliche Anforderungen im Pflegebereich. Insbesondere die Vergütungsverhandlungen mit den Sozialversicherungsträgern hätten sich als schwierig erwiesen. Er prüfe derzeit alle Sanierungsmöglichkeiten, um das Unternehmen zu stabilisieren, sagt  Voigt-Salus. "Ich bin zuversichtlich, dass wir die CCC-Gruppe etwa durch intensivierte Verhandlungen mit den Kostenträgern langfristig neu aufstellen können."

Betrieb läuft mit Insolvenzgeld weiter

Trotz der finanziellen Probleme läuft der Betrieb der CCC-Einrichtungen weiter. Die Versorgung der Patienten ist ebenso gesichert wie die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit. Simon Leopold von ABG Consulting-Partner begleitet den Sanierungsprozess und betont, es sei wichtig, dass die Mitarbeiter hinter der Sanierung stünden. "Die Situation ist ernst", so Leopold, aber die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Neuausrichtung seien gegeben.

Der Konzern hat erst vor kurzem größere Veränderungen erfahren. Der Firmensitz wurde von Starnberg nach Berlin verlegt und die Geschäftsführung ausgetauscht. Martin Kubitschek und mehrere Prokuristen sind laut Firmendatenbank Northdata nicht mehr verantwortlich. Dafür wurden fünf weitere Personen zu Prokuristen ernannt. Geschäftsführer ist seit einem Jahr Karsten Tobias, der zuvor den Intensivpflegeanbieter Opseo leitete.

Thomas Hartung

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