Pflegedienst Arkon übernimmt Heime aus Insolvenzverfahren
Die beiden Pflegeheime der insolventen Krankentransport Ost/West GmbH in Leipzig-Grünau und im nahen Brandis haben einen neuen Betreiber. Der Arkon Pflegedienst aus Leipzig übernimmt die stationären Einrichtungen im Rahmen eines sogenannten Asset Deals, bei dem nur der Betrieb und nicht das Unternehmen übergeht. Damit bleiben rund 80 Arbeitsplätze erhalten, und die Bewohner können in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Der Kaufvertrag wurde Anfang Dezember unterzeichnet.

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Mit dem Kauf der beiden insolventen Pflegeheime wagt Arkon den Einstieg in ein neues Geschäftsfeld
Hilfe bei Inkontinenz durch Blasenschwäche und Übergewicht
Übergewicht ist in Deutschland weit verbreitet: Rund 54 Prozent der Erwachsenen sind betroffen, einschließlich Adipositas. Besonders ältere Menschen leiden häufiger darunter. Ein zu hohes Körpergewicht belastet den Beckenboden und kann zu Blasenschwäche führen. Etwa 3,4 Millionen Menschen in Deutschland kämpfen mit Adipositas und begleitender Urin-Inkontinenz, was häufig zu sozialer Isolation und noch mehr Gewicht führt. Mehr erfahren
Arkon ist ein regional etablierter ambulanter Pflegedienst mit zwei Standorten in Leipzig und Königs Wusterhausen. Mit dem Kauf der beiden Pflegeheime wagt das Unternehmen den Einstieg in ein neues Geschäftsfeld. Die beiden Häuser bieten insgesamt 83 Plätze für die stationäre Pflege. Angeboten werden alle pflegerischen und therapeutischen Leistungen. Die beiden Häuser sollen saniert werden.
Insolvenzverwalter Christian Krönert konnte den Betrieb der Pflegeheime trotz der angespannten Situation aufrechterhalten. Gleichzeitig wurde ein strukturierter Investorenprozess eingeleitet, um langfristig eine tragfähige Lösung zu finden. Simon Leopold, Geschäftsführer der ABG Consulting-Partner, war dafür verantwortlich. "Die Suche nach einem geeigneten Übernehmer war angesichts der Komplexität des Falls und der Krise in der Pflegebranche eine Herausforderung", sagt er. Mehrere Kandidaten zeigten Interesse, doch Arkon habe das überzeugendste Konzept vorgelegt.
Die Insolvenz der Krankentransport Ost/West hatte mehrere Ursachen. Neben der kurzfristigen Notwendigkeit des Insolvenzschutzes nach dem Ende des Vertrages für Krankentransportleistungen führten auch schwierige gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in der Pflegebranche zur Krise. Kostensteigerungen und eine niedrige Belegung der Pflegeheime belasteten das Unternehmen zusätzlich, so der Insolvenzverwalter.